Mit Alexander Peters auf dem Hagener Kaisberg

Bei nasskaltem und gar nicht frühlingshaftem Wetter hat mich meine neueste Wanderung wieder in die nähere Region, nämlich auf den Kaisberg geführt. Nördlich vom Stadtzentrum in Hagen-Vorhalle und auf einer Höhe von immerhin 185 Meter gelegen, gehört der Kaisberg zu den beliebtesten Wanderziele der Region. Kein Wunder, denn vom Kaisberg aus kann man einen genialen Blick auf das RuhrViadukt genießen. Diese beeindruckende Eisenbahnbrücke sieht aus wie aus einem alten Film, ist aber tatsächlich in Betrieb: Noch heute überquert die Volmetal-Bahn zwischen Hagen und Herdecke auf dieser Eisenbahnbrücke die Ruhr. Hier zeigt sich die Region ohne Zweifel von ihrer besten Seite.

Auf der Bergspitze fällt zudem der Freiherr-vom-Stein-Turm sofort ins Auge. Ursprünglich aus Holz gebaut, steht hier seit 1869 ein Steinturm im Neurenaissance-Stil. Leider ist die Eingangstüre seit etwa einem Jahr zugeschweißt, so dass man das Innere des vor 12 Jahren erst sanierten Gebäudes leider nicht sehen kann. Als Denkmal macht das Gebäude aber einiges her. Abseits der hektischen Großstadt habe ich zwischen Bäumen und Laub wieder richtig durchatmen können, zumal der Pfad bei meinem Besuch nicht mit anderen Ausflüglern überlaufen gewesen ist.

Naturgeschichte hautnah

Ich wandere den Geopfad Kaisberg entlang, einen etwa fünf Kilometer langer Rundwanderweg, der am Wasserschloss Werdringen beginnt und endet. Das dort untergebrachte Museum für Ur- und Frühgeschichte habe ich bei meinem Aufenthalt leider nicht besucht. Aber auch von außen macht die Wasserburg einen gewaltigen Eindruck. Die Gegend hat Geschichte, denn hier finden sich die ältesten kohleführenden Schichten des gesamten Ruhrgebiets. Die Hinweistafeln auf dem Weg geben nützliche Informationen, etwa über die Zeche Kaysbergerbank. Das ehemalige Bergwerk dient heute als Rückzugsgebiet für Salamander, Fledermäuse und Frösche. Mit fünf Kilometern ist der Rundweg nicht übertrieben lang und dürfte vor allem für Freunde der Geologie interessieren. Gern komme ich bei wärmerem Wetter und etwas mehr Sonne wieder, um die einzigartige Gegend in ihrer sommerlichen Pracht zu erleben.

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